Raum in Berlin – Reinickendorf / Tegel gesucht

Raum in Berlin – Reinickendorf / Tegel gesucht

Aktuell wird noch ein Raum in Berlin Reinickendorf/Tegel gesucht;
stundenweise und unregelmäßig

Fläche: mind. 20 m2
Kosten: von 0,00 (als Sachspende) bis 10,00 Euro/Stunde

 

Rückmeldungen am Besten per e-mail (just@fip-berlin.de), alles weitere dann gerne telefonisch (030 – 3156 12 70 , AB)
Herzlichen Dank

Ulrich Just

Opfer sind Täter sind Opfer – eine zirkuläre, systemische Sicht

Opfer sind Täter sind Opfer – eine zirkuläre, systemische Sicht

Am Beispiel einer Anfrage kam das „Thema Sozial-Phobie“ auf; Sozial-Phobie als Angst vor Menschen bzw. Situationen zu vermeiden, in den (scheinbar oder tatsächlich) andere Menschen Kontrolle über einen selbst ausüben.

Nun ist eine Sicht, sich selbst als Opfer zu sehen, zu erleben, wenn man davon ausgeht, dass andere Menschen die Kontrolle haben und einem ‚etwas Böses antun wollen‘.
Und es kann biografisch gesehen tatsächlich Erfahrungen gegeben haben, in denen das genauso geschehen ist.
Die übliche Strategie ist, weitere Erfahrungen zu vermeiden und z.B. – im Extrem-Fall – das Haus nicht mehr zu verlassen.

Die Ich-Botschaften dabei sind – aus einer Opfer-Haltung heraus:

  • „Ich bin ausgeliefert“
  • „Ich bin hilflos“
  • „Ich habe keine Kontrolle über die Situation/die anderen Menschen“

Wie sieht nun aber die Umkehrung – die ‚pauschale‘ Du-Botschaft über die anderen Menschen – aus ?
‚Pauschal‘ deshalb, weil die Aussagen auch auf Menschen verallgemeinert werdend, die man ja noch gar nicht kennt.

  • „Ihr wollt mir was Böses tun“
  • „Ihr seid schlechte Menschen“
  • ….

Und diese ‚pauschalen‘, verallgemeinerten Aussagen, könnte man auch als Anklage, Vorwurf und somit als Täter-Haltung sehen.

Und man könnte auch sagen, dass Menschen, die eine Sozial-Phobie ‚haben‘ und daran festhalten, sich nicht nur selber isolieren sondern sich in gewisser Weise auch an den anderen Menschen rächen, indem sie nämlich den anderen etwas vorenthalten:

Sich selbst.

  • Niemand soll jemals erfahren, wie einzigartig Sie sind.
  • Niemand soll jemals Ihre Fähigkeiten kennenlernen.
  • Niemand soll jemals auf Ihre Unterstützung und Hilfe hoffen dürfen

Und weil Niemand Sie jemals kennenlernen wird, werden Sie vielleicht hoffen, dass Sie eines Tages doch entdeckt werden, in Ihrer Höhle…

Aber falls das nicht passiert, werden Sie vielleicht noch enttäuschter, halten die Anderen für egoistisch, gemein und unterstellen ihnen, dass sie Sie ablehnen…

Dann ziehen Sie sich noch mehr zurück…..

… und so weiter.

Und wenn am Ende Ihres Lebens der Gedanke auftaucht:

„Eigentlich hat mich nie jemand kennengelernt – (auch) weil ich Niemand eine Chance dazu gegeben habe“

… wäre das nicht unendlich schade?!

In diesem Sinne, hoffe ich, dass dies ein kleiner Impuls sein kann, einmal anders (?) über

Sozial-Phobie“ nach zu denken.

 Verwandte Texte:

 

Die Ich-Mediation – Inneren Persönlichkeitsanteile ihren Platz zuweisen

Die Ich-Mediation* – Inneren Persönlichkeitsanteile ihren Platz zuweisen

Mediation als ‚Kunst der Vermittlung‘ (s. a. Wikipedia) und Innere Persönlichkeitsanteile = Ich-Mediation.

Die Ich-Mediation hat Beziehungen zu

  • dem Inneren Team
  • Voice Dialogue
  • Soziale Atom
  • Soziale Panorama
  • Familienaufstellung / Systemische Aufstellung
  • u. a.

und die Ziele:

  • Spannungen (Konflikte) , widersprüchliche Bedürfnisse /Gefühle / Interessen entweder aufzulösen bzw. da-sein-lassen zu können
  • und/oder durch SELBST-bestimmte** Um- bzw. Neuordnung Lösungen zu entwickeln.

* = nicht zu verwechseln mit der Ich-MediTation, die sich aber auf Grund der bisherigen Erfahrung als (mindestens) hilfreiche, unterstützende Methode erwiesen hat.

** = SELBST-bestimmt heißt, dass IMMER die Darstellerin („Klientin“) entscheidet, was in der Ich-Mediation abläuft, stattfindet und NIEMALS die Begleiterin !!!

 

Verwandte Artikel:

Raucher und Nicht-Raucher: Voice Dialogue (Arbeit mit Teilpersönlichkeiten)

 

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Frage-Tweets zum Selbst-Denken

Frage-Tweets zum Selbst-Denken

„Frage-Tweets“ sind unter Twitter (@FIPBerlin) veröffentliche Kurznachrichten – in der Regel als Fragen formuliert -, die zum Denken anregen und selber-schreiben einladen sollen (= Selbst-Entwickler-Modus1). Wenig oder nicht geeignet sind die Frage-Tweets für Menschen, die aktuell im „Konsum-Modus“ sind, der sich (leider) nicht nur im Kaufverhalten von materiellen Dinge zeigt!

  • Was ändert sich, wenn Sie ein Problem als Kuchen(-rezept) betrachten (Metaphern in der psychologischen Entwicklung)?
    (Mehr unter ‘Kommentar / Kontakt’ ….)
  • „Gibt es eine Emotionale Co-Abhängigkeit („Emotionale Erpressung“) in Paarbeziehungen (Schmollen, verärgert sein als Machtmittel)?
    (Mehr unter ‘Kommentar / Kontakt’ ….)
  • Was passiert, wenn Partner A versucht Partner B nach seinen Ideal-Vorstellungen zu formen? (Pygmalion-Effekt nach Robert Winch!!)
    (Mehr unter ‘Kommentar / Kontakt’ ….) 
  • Sind Gurus wie Fahrlehrer und Menschen im Alltag die Prüfer?
    (Mehr unter ‘Kommentar / Kontakt’ ….)
  • Könnte die Metta-Meditation („Liebende Güte“) auch direkt auf Angst-Phantasien und -Gedanken angewendet werden?
    (Mehr unter ‘Kommentar / Kontakt’ ….)

1 = Selber-Schreiben ist schließlich EINE der tragenden Säulen der Selbst-Entwicklung ….



Da diese SEITEN UND – vor allem – die ANGEBOTE im FIP-Berlin  NUR durch den lebendigen AUSTAUSCH zwischen den Besuchern, Kunden, Klienten etc. leben können, lade ich Sie ein,
– einen möglichst „erfahrungsbasierten, konkreten“ Kommentar zu hinterlassen,
–  sich über den Kontakt zu melden oder‘
– einen Blick in das Companion-Forum zu werfen….

Vielen Dank

Ulrich Just

 

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Gurus waren gestern….oder „Wer immer zu anderen aufschaut, muss sich stets kleiner machen“

„Gurus waren gestern“ oder „Wer immer zu anderen aufschaut, muss sich stets kleiner machen“

Die Sehnsucht nach Gurus (“Lehrer”, “Führer” – aber auch “Therapeuten, Coaches etc.) als Träger von wichtigem Wissen ist verständlich. Das Problematische daran ist jedoch das “Top-Down-Prinzip”, also dass das Wissen quasi von Oben in Richtung “Un-Wissen” nach Unten fließt”. Aus systemischer Sicht (z.B. auch in einer Familienaufstellung) ist dies eine “Externalisierung”. Das heißt, dass etwas, was innerhalb einer Person liegt (i.d.R. eine Problem-Verhalten) nach Außen gebracht wird und beispielsweise eine Extra-Position in einer Aufstellung bekommt. Bei Problemen ist dies auch sehr sinnvoll und hilfreich. Bei Ressourcen (im Sinne von ‘hilfreichen’ Fähigkeiten) verhält es sich genau andersrum. Gurus – aber auch Idole (“Superstars”) – sind sozusagen ‘Positive Projektionen”. Meistens wird der Begriff “Projektion” verwendet, wenn man eigene unerwünschte Verhaltensweisen oder Eigenschaften nicht wahrhaben will und sie stattdessen in anderen sieht. Auch bei der ‚Positiven Projektion“ bleibt das, ‚was eigentlich in Ihnen selbst steckt“ im buchstäblichen Sinne „Außen vor“, was zur Folge haben wird – wenn sich daran nichts ändert – dass Sie ständig nach Antworten, Methoden, Wahrheiten bei anderen suchen nur nicht bei sich selbst !!!! Und ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass „Gurus“ fast immer auf einer Art Bühne sitzen und die Zuhörerschaft ‚etwas niedriger‘. Dies führt zu einer Blickrichtung  wie bei kleinen Kindern, die ‚zwangsläufig‘ Erwachsene von unten nach oben anschauen müssen. (Lukas Derks hat in seinem „Sozialen Panorama“ auf die ‚vertikale Dimension in Aufstellungen sehr schön darauf hingewiesen….) Was würde sich für Sie ändern, wenn Sie nur mal als Gedanken-Experiment, davon ausgehen: Alles, was Sie an anderen bewundern, schätzen, “gut finden”, ist bereits in Ihnen selbst ‘schlummert’ und ‘schon da ist’? Es ist vermutlich (noch) nicht so ausgeprägt, wie Sie es im Gegenüber (dem Guru/Superstar) erkennen, aber es ist mindesten als Potenzial / “Samenkorn” angelegt. Und wenn dieses Wissen, diese Fähigkeit wie ein Samenkorn ist, muss es ‘nur’ gegossen werden. “Gießen” heißt praktisch, dass Sie den Fokus auf sich selbst richten, diese Qualität Schritt für Schritt selber ent-wickeln, üben, trainieren. Und, um die „Top-Down-Position“ noch mal aufzugreifen kann das ganz praktisch aussehen, indem Sie:

  • a) Dass, was Sie von Gurus hören, mit IHREN EIGENEN Worten, schriftlich oder mündlich an andere weiter geben, und /oder
  • b) dies tatsächlich an einer Position (im Raum tun), die sich von der (Zuhörer-Position unterscheidet) -> Voice Dialogue-Prinzip

Welche Bereicherung wäre das, für Sie selbst und andere Menschen…..?     Dieser Gedanken und diese Grundhaltung spiegelt sich übrigens in den meisten Angeboten des FIP-Berlin wider, insbesondere in dem Konzept des Companion-Forums, das dazu dient, diese angelegten Qualitäten – gemeinsam mit anderen “ auf gleicher Augenhöhe“ zu entwickeln.

PS Natürlich sind auch Politiker Gurus, im Sinne von „Die-da-oben-die-entscheiden-wo-es-langgehehen-soll“ …


Paradox: „Die Angst vor einer guten Lösung“ und “am Problem festhalten wollen”

Paradox: „Die Angst vor einer guten Lösung“ und “am Problem festhalten wollen”

Etwas widersprüchlich ist es schon: Einerseits gibt es den Wunsch sich von einem Problem zu lösen, meist weil ‘das Leiden zu groß geworden ist’ – andererseits gibt es auch Angst VOR der Lösung.

Das führt letztendlich dazu, dass am Problem festgehalten wird; “das Problem als kleinere Übel”.

Und diese Angst “Was wird passieren, wenn ich wirklich einen Schritt in Richtung Lösung mache?!” ist auch berechtigt, macht Sinn. Denn eines ist ja klar: Die Lösung bedeutet ja immer, dass etwas anders ist als im Problem.

Je nachdem “woraus” das Problem besteht, welches Thema es hat, kann es eine Phantasie (Illusion) darüber geben, dass durch eine Lösung auch wichtige Vorteile wegfallen (= “Sekundärgewinn” eines Problems).

Beispiel**: Eine Frau ist unglücklich in ihrer Beziehung, weil ihr Mann sie ständig kritisiert, ihr “Befehle” erteilt und sie als Person überhaupt (nicht) mehr wertschätzt.

Eine Lösung, die ihr selbst in den Sinn kommt wäre, den Partner zu verlassen.

Diese Lösung kann aber (noch viel größere Defizite) aufdecken, z.B. die Entdeckung, dass die Frau eigentlich keine Freundinnen oder sonstige (unterstützende) Beziehungen hat. Den Gedanken: “Ich bin sowieso nicht attraktiv, wer will mich denn schon haben” -und als Folge- “Eigentlich bin ich einsam –> Eigentlich war ich schon als Kind einsam –> Eigentlich war ich nie gewollt”…..

Und diese Gedanken, lösen ‘tieferen’ Schmerz aus, als die Kritik, das ‚Herumkommandieren‘, die Abwertung durch den Mann.

So gesehen ist es (erst mal wirklich) das Beste, nichts am Problem zu  ändern, weil für das darunter liegende Problem (Einsamkeit, Selbst-Ablehnung) erst recht keine Lösung in Sicht ist.

Die o.g. Lösung (den Mann verlassen) kann man auch als

  1. Das-Problem-System-verlassen-Lösung” (De-Fraiming***) bezeichnen und ist i.d.R. die radikalste Lösung.“Sanfter“ sind:
  2. Das-Problem-System-in-kleinen-Schritten-ändern”(Mikro-Schritte) oder
  3. Das-Problem-System-mit-anderen-Augen-sehen” (Refraiming)

*** = „Frame“ (engl. „Rahmen“) hat auch die Bedeutung von „Kontext“, oder „Bedeutung“

Aus verschiedenen Gründen, gibt es in einem Problem-Zustand (Problem-Trance) oft nur Phantasien zur ersten Lösungsart.

Um auf die anderen beiden Möglichkeiten zu kommen, braucht es i.d.R. immer einen Blick von Außen, der die individuellen Möglichkeiten – in diesem Beispiel: der Frau – genau berücksichtigen kann.

Pauschale und ‚gut gemeinte Ratschläge“ helfen hier leider gar nicht….

Soweit erst mal…..

** Neben diesem eher psychisch-emotionalen Problemen gibt es natürlich oft auch eher ‘reale’ Probleme oder gar Gefahren, z.B. Die Angst vor der Rache (körperlicher Gewalt) des Mannes – auch noch Jahre später!!  Auch wirtschaftlich gesehen: keine Geld für einen Auszug zu haben, keinen Unterschlupf, weder bei Freunden, noch in Frauenhäusern etc.


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Co-Volution – Entwicklung (wird nur noch) gemeinsam gehen

Co-Volution – Entwicklung wird nur noch gemeinsam gehen

Co-Volution – ein ‚Kunstwort‘ zusammengesetzt aus
Co“ = Gemeinsam, Zusammen, Miteinander und
(E)Volution = Entwicklung, Entfaltung

Co-Volution soll darauf hinweisen, dass soziale, politische und persönliche Entwicklung NUR GEMEINSAM geht in einem balancierten Austausch und einer Ausgeglichenheit von Ressourcen, Fähigkeiten, Talenten.

„Entwicklung“ heißt dabei

  • weniger „QUANTITATIVES Wachstum„, das auf ein „MEHR“ fixiert ist, sondern vor allem um
  • mehr „QUALITATIVES Wachstum„, das das Fruchtbare und Förderliche weiter entwickelt und
  • ERHALTENDES (NULL-)Wachstum„, das (materielle, natürliche) Ressourcen nur in der selben Menge abbaut wie sie wieder hinzugefügt werden.

Und das dies nur gemeinsam geht, lässt sich einfach aus systemischer-körperorienter Sicht ableiten:

Wenn Körpersystem und Organe sich so verhalten, dass jedes für sich zum Vorteil funktioniert, mehr Einfluss auf andere haben will, andere verdrängt oder Ressourcen auslaugt…

kann man das auch als

TUMOR-STRATEGIE

bezeichnen, oder?!…..

Zumindest sieht das Eckart von Hirschhausen ähnlich:

Die Natur lebt uns vor, wie gesundes Wachstum funktioniert. Nichts in der Natur wächst ungebremst jedes Jahr um 30 Prozent! Im Körper heißt Wachstum auf Kosten von der Umgebung Krebs […]
Dr. Eckhart von Hirschhausen

[Quelle: ]

Zum Artikel von „no-mindness“ hatte ich hinzugefügt:

Vielen Dank Jan,
auch für das Zitat von Eckhart von Hirschhausen. (Auch) aus meiner Sicht, ist es not-wendig, das Kapital-Zins-System in Einklang mit den Natur-Ressourcen zu bringen.
Auf der einen Seite (= Seite der Menschen) heißt das (viel) weniger Konsum,stattdessen mehr Minimalismus und nachhaltiger (’sparsamer‘ bzw. genügsamer) Umgang, mit dem, was man hat.
Auf der „Kapital-Seite“ wäre z.B. eine Steuerbefreiung für nachhaltige Produkte oder Projekte bzw. eine Art „Belastungssteuer“ für „konsumorientierte“ Angebote erforderlich (siehe auch „geplante Obsoleszenz“ wie im Beitrag von „Phoenix“ gezeigt wurde .
Ein Verzicht auf Konsum bzw. höhere Preise für nachhaltige Produkte alleine wird m.E. bzw. aus systemischer Sicht nicht reichen.
Welche Ansätze / Gedanken gibt es eigentlich aus  „Zen-Sicht“ (Links, ‚Vorbilder‘ hinsichtlich Wirtschaft etc.?).
Viele Grüße
Ulrich

 

….soweit erst mal…..

[Die ‚Gedanken‘ sind übrigens ’nur‘ eine Ableitung aus der „Plus-Minus-Gleich-Triade“ – eine für mich sehr wertvolle Denk-Hilfe….]

 

 

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„Ein toller Workshop – und dann kam der Alltag“ – Wenn Wochenend-Seminare nicht nachhaltig sind

„Ein toller Workshop – und dann kam der Alltag“ – Wenn Wochenend-Seminare nicht nachhaltig sind

Vielleicht kennen Sie das: Sie gehen mit einem Anliegen oder Problem zu einem Wochenend-Workshop, voller Hoffnung und Erwartung, dass Sie danach eine Lösung haben.

Der Workshop ‘läuft’ gut, ist intensiv und tatsächlich: “Es löst sich was”. Sie haben eine wichtige Erkenntnis, eine neue Einsicht und frohgemut, gut gelaunt gehen Sie am Sonntag nach hause und wollen am Liebsten sofort beginnen, das ‘Gelernte’ in die Tat umzusetzen, ‘es ab jetzt anders zu machen’. Und möglicherweise geht das auch  – für eine Weile. Doch nach und nach schwindet die Euphorie, der Elan lässt nach, die guten Vorsätze sind bald nur noch Erinnerung. Und früher als Ihnen lieb ist, ‘stehen Sie im Grunde an der selben Stelle’ wie vor dem ‘tollen Workshop’.

Falls Sie im Wesentlichen als Seminarteilnehmer diese Erfahrung kennen – oder auch, wenn Sie immer das Meiste nachhaltig umsetzen konnten, was Sie an einem Wochenende an neuen Erkenntnissen gewonnen haben, sind Sie herzlich eingeladen, über Ihre Erfahrungen zu berichten.

Und falls Sie Auftraggeberin sind:

Ist es nicht frustrierend, dass die Weiterbildungen, die Sie bezahlen, im Grunde nach wenigen Wochen nur noch ein „Bruchteil“ wert sind?!

Das Ziel dabei ist, aus Ihren persönlichen Erfahrungen, die ‘Stolpersteine’, ‘Verführer’, Blockaden und Hindernisse zu entdecken und entsprechende Strategien zu entwickeln, “das Wunder des Wochenendes” im Alltag zu verankern…..

 

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Gewaltfreie Kommunikation (GfK) – selbst für Trainer_innen ein Problem?!

Gewaltfreie Kommunikation (GfK) – selbst für Trainer_innen ein Problem?!

Im Artikel „Gewaltfreie Kommunikation – es kommt nicht allein auf die Worte an!“ von Michaela Albrecht; veröffentlicht am 19. Februar 2012 – gibt es einige Aussagen – auch und gerade von GfK-Trainern, die als ‚kritische Bemerkungen gegenüber GfK (Gewaltfreie Kommunikation von Marshall Rosenberg) gedeutete werden können.
Der Hinweis auf die ‚kritischen‘ Aussagen, kann einerseits ermutigen, dass selbst nach längerer Erfahrung mit GfK (immer wieder) Schwierigkeiten in der Umsetzung bzw. im Alltag auftreten können.

Andererseits kann auch die Frage entstehen, ob durch die Literatur und die Angebote an Seminaren, Übungsgruppen, Jahrestrainings (besonders ‚viele‘ werden ja in Berlin angeboten), nicht Hoffnungen und Erwartungen geweckt  – und enttäuscht – werden, was mit der Gewaltfreien Kommunikation alles möglich ist.

„Markus Sikor, mein Mediations-Ausbilder, hat neulich getwittert, dass er total frustriert sei vom Treffen der “Gewaltfreien”: “Es gibt keine gewaltfreien Worte oder Begriffe – warum ist das so schwer zu kapieren?…”

[Quelle: ; 2012-03-04]

Begrüßenswert finde ich, dass Michaela Albrecht ein ‚anderes Licht‘ auf die Gewaltfreie Kommunikation wirft und Ihre Erfahrung, direkt, offen und transparent veröffentlicht.
Diese Transparenz ist – nicht nur für die Gewaltfreie Kommunikation – relativ schwer zu finden.

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