Einsamkeit in Paarbeziehungen | Pygmalion-Effekt (nach R. Winch) | Paarkonflikte | Liebesentzug | Paarkonflikte | Paartherapie

Einsamkeit in Paarbeziehungen

Paarbeziehungen sind neben einer Mutter-Kind-Beziehung die kleinste Einheit eines Sozialen Systems.

Entsprechend können die gegenseitigen Erwartungen in dieser Zweier-Konstellation (Dyade) offen oder verdeckt (unausgesprochen) sehr hoch sein. Besonders tragisch wird ‚das Ganze‘, wenn früher oder später  eigene Wunden (aus der Kindheit) aktiviert werden und die Sehnsucht, dass der Partner* diese Wunden heilt, nicht erfüllt werden oder der Partner sogar ‚Salz in die Wunde streut‘.

Insbesondere, wenn in der Partnerschaft bestimmte „Ur-Bedürfnisse“, wie Geborgenheit, Angenommen-Sein, Vertrauen u.a. nicht erfüllt werden (können), besteht die ‚Gefahr‘, sich vom Partner zurückzuziehen und ggf. ‚das Unerfüllte‘ woanders zu suchen; sei es ‚in anderen Personen (Stichwort: „Fremdgehen“) oder auch durch ‚Flucht‘ in Süchte (z.B. Fernsehen, Computer-Spiele, Internet-surfen oder Alkohol und andere Drogen).

Die erlebte Einsamkeit kann sich auch durch Liebesentzug äußern (Schmollen, Kontakt vermeiden) oder durch den Partner anklagen, kritisieren.

Beide „Strategien“ sollen dazu dienen, (wieder) Kontrolle über den Partner zu gewinnen, ihn bzw. sie so zu beeinflussen, dass er/sie das tut, was man möchte. Der Partner soll schließlich einem Ideal entsprechen und wenn er/sie nicht so ist, wird versucht, ihn so ‚zu formen‘ (Pygmalion-Effekt nach Robert Winch).

Gerade in der Paarberatung wird deutlich, wie häufig und intensiv das Muster „Du sollst mir etwas geben (= sagen oder tun), damit ich mich besser fühle“.
Meist wird dabei die (von Eltern? übernommene) wenig hilfreiche Strategie angewendet, den anderen anzuklagen, anzugreifen oder abzuwerten, um ihn/sie zur ‚Einsicht‘ zu bewegen.
Um das „Wippe-Modell“ heranzuziehen: Selbst wenn diese ‚Manipulation‘ gelingen sollte, ist ‚der Ankläger‘ dann von der ‚andere Seite der Wippe‘, also den ‚angeklagten Partner‘, abhängig.

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Falls Sie diese ‚Dynamik‘ betrifft und Sie sich behutsam an eine Lösung herantasten möchten, melden Sie sich einfach über „Kontakt“ ….

* „Partner“ bezieht sich natürlich auf alle Geschlechter.

Verwandte Texte:


Da diese SEITEN UND – vor allem – die ANGEBOTE im FIP-Berlin  NUR durch den lebendigen AUSTAUSCH zwischen den Besuchern, Kunden, Klienten etc. leben können, lade ich Sie ein, einen möglichst „erfahrungsbasierten“ Kommentar zu hinterlassen oder sich über den Kontakt zu melden….

Vielen Dank

 

 

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Herr der Ringe-Modell als Vorlage für Systemische Therapie oder Co-Coaching

Herr der Ringe-Entwicklungsmodell

Psychische bzw. Persönlichkeitsentwicklung, Systemische Therapie und Systemisches Coaching haben – im Grundverständnis der Arbeit im FIP – einiges gemeinsam mit dem „Herr der Ringe“.
Lässt sich aus der Geschichte nicht auch ein „Herr der Ringe-Modell“ entwickeln, das hilfreich für Therapie, Beratung und Coaching sein kann?

Was hat Therapie, Beratung oder Coaching zu tun/gemeinsam mit

  • dem Schicksalsberg
  • dem Ring
  • der Rolle von Sam
  • Gollum / Smeagol ???

 

Stichworte, die sich dahinter verbergen, sind:

  • ”Ziele” im Unterschied zu “Missionen/Aufgaben”
  • Der Unterschied zwischen „Der Mensch ist das Problem/Symptom“, “Das Symptom in der Person” und “Das Symptom als etwas ‚Eigenes‘, das nicht an die Person gebunden ist”
    = Der Ring im „Herr der Ringe“
  • „Ambivalenzen” und “Innere Konflikte” (z.B. Gollum/Smeagol)

Der Ring

ist DAS Symbol für das Problem, das Symptom. In der systemischen Therapie gibt es die  Bezeichnungen „Index-Patient“ bzw. „Symptom-Träger„.
Gemeint ist damit, dass der Index-Patient diejenige Person ist, die eine Störung in einem (gestörten) System ‚anzeigt‘, sichtbar macht (Index), aber diese Störung nicht alleine verursacht bzw. aufrecht erhält. Oder auch umgekehrt-bildlich ausgedrückt: Es ist die Person, auf die alle anderen im System mit dem Finger zeigen (engl. ‚Zeigefinger‘ = ‚index finger‘)
Symptom-Träger ist noch ein bildlicherer Ausdruck; Wenn man sich vorstellt, dass der Index-Patient sein Symptom, sein Leiden wie einen Rucksack mit sich herum trägt, den er nicht absetzen kann, ist dadurch eine ganz andere Sicht auf das Problem und die sich daraus ergebenden Lösungen möglich.

Schwarze Ring im "Herr der Ringe Entwicklungsmodell"

Der „Schwarze Ring“ (aus dem FIP-Familienbrett) macht die „Funktionen“ eines Symptoms deutlich:

  1. Der Symptomträger ist vom Ring/ Symptom eingeschlossen und wird von den anderen nicht als Mensch gesehen, der hinter seinem Problemverhalten ’steckt‘
  2. Kann das Symptom eine Schutzfunktion haben
  3. Wirkt das Symptom auch als Isolation, Mauer, Hindernis
  4. ….

In „Herr der Ringe“ gab der Ring dem Ringträger einerseits eine grenzenlose Macht über alle Menschen, Elben etc., andererseits führte er in ewige Abhängigkeit,  in den ‚Wahnsinn‘ und Isolation (-> Gollum / Smeagol).

Es steckt noch viel mehr im Herr der Ringe-Modell, worüber es sich nachzudenken lohnt …

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