Mikro-Dunkel-Therapie als intensive Selbst-Entwicklungsmethode?!

Mikro-Dunkel-Therapie

Dunkel-Therapie **

ist eine Methode, bei der man für eine bestimmte Zeit in einem vollkommen abgedunkelten Raum mit “sich selbst alleine ist”. Z.B. für 23 Stunden am Tag alleine und 1 Stunde im Austausch mit einer ‘Begleitperson’, mit der man die Erfahrungen teilt.

Mikro-Dunkel-Therapie ***

Da die wenigsten Menschen einen abgedunkelten Raum zur Verfügung haben – und auch nicht die Zeit haben oder evtl. auch Angst davor haben, relativ lange und alleine in einem vollkommen dunklen Raum zu sein -, bietet sich dafür eine Ersatzlösung an:

a) die Benutzung einer Augenbinde oder “Schlafmaske”

b) kurze Zeiteinheiten

Mikro-Dunkel-Therapie bedeutet, also dass – statt eines langen Zeitraums – das Prinzip der Dunkel-Therapie für kurze Zeiteinheiten angewendet wird, z.B. für 30 Minuten.

Meine ersten Erfahrungen (Meditation mit einer Augenbinde) waren schon mal ‘überraschend’ und anders als erwartet und deshalb gerade ermutigend, mit dem Experiment “Mikro-Dunkel-Therapie” fortzufahren….
Fall Sie die Idee der Mikro-Dunkel-Therapie interessiert und Sie eigene Erfahrungen machen wollen, freue ich mich über Ihre Rückmeldung (Kommentare – siehe unten).

 

** = “Dunkel-Therapie” bin ich – Dank Twitter – auf Saskia John aufmerksam geworden bzw. hat sie mich gefunden. Auf ihrer Internetseite können Sie mehr über Saskia John und Ihre persönliche Erfahrung mit einer Dunkel-Therapie erfahren: http://www.saskiajohn.de/veroeffentlichungen/dunkeltherapie-erfahrungsbericht.html (16.06.2012)

*** = “Mikro” bezieht sich allgemein auf die Grundhaltung (auch für “Therapien”) im FIP-Berlin, dass Entwicklung, Veränderungen

a) IMMER in klein(st)en Schritten (= lineares zwei-dimensionales Model)  bzw. unmerklichen Ausdehnungen (= zirkulär-systemische drei-dimensionale Model) stattfindet

b) in ALLTAGSSITUATIONEN erlebbar sein und stattfinden ‚muss‘ –  nicht (nur) in Wochenendseminaren oder Klinikaufenthalten (“Urlaubseffekt”)


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2 Responses to Mikro-Dunkel-Therapie als intensive Selbst-Entwicklungsmethode?!

  1. Saskia John sagt:

    Lieber Herr Just,

    vielen Dank für Ihre näheren Ausführungen.

    Normalerweise meditiere ich ohne Maske. Ich habe versuchsweise mal mit Maske meditiert, was für mich, bezogen auf die Meditationstiefe/Wahrnehmung, keinen wirklich großen Unterschied ausmacht; allerdings bin ich in Meditation ziemlich geübt und habe durch die Dunkelerfahrung einen leichteren Zugang zu tieferen Schichten gewonnen. Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Maske für andere Menschen einen größeren Unterschied ausmachen dürfte.

    Deutlicher ist für mich der Unterschied wahrnehmbar, wenn ich in einem völlig dunklen Raum bin (z. B. mein Bad, das kein Fenster hat) und dort meditiere (da erübrigt sich eine Maske). Das erinnert mich sehr an das Dunkelretreat und lässt mich schneller in eine ähnlich fokussierte Aufmerksamkeit gleiten, wenngleich das innere Erleben an Tiefe und Realitätscharakter in der DT um ein Vielfaches ausgeprägter war. Wenn ich jedoch viel und regelmäßig meditiere (täglich mehrere Stunden), dann stellt sich eine annähernde Tiefe mit entsprechender Wahrnehmung und manchmal auch Einsichten ein (auch ohne völlige Dunkelheit).

    Zusammengefasst würde ich also sagen, dass sich jede Art von Meditation (mit oder ohne Maske) als eine Art „Fortsetzung“, „Auffrischung“ oder „Vorbereitung“ für die DT eignet und grundsätzlich, egal wie kurz die Medi war, nützlich ist. Eine Medi in Dunkelheit (abends + Maske) oder der Morgen- und Abenddämmerung (+ Maske) würde aus meiner Erfahrung heraus den ganzen Prozess noch mehr unterstützen. Ebenso ist es hilfreich, längere Zeit zu meditieren (mindestens eine Stunde, besser noch mehr; mit oder ohne Maske) – umso tiefer ist das Erleben, umso fokussierter die Aufmerksamkeit/Wahrnehmung

    Ich hoffe, mit meinen Antworten dienlich gewesen zu sein und verbleibe

    mit herzlichen Grüßen

    Saskia John

     

    Ein Weiterleiten der Links und/oder Veröffentlichen auf Facebook, Twitter etc. würde mein gemeinnütziges Buch-Projekt sehr unterstützen:

    http://www.saskiajohn.de/veroeffentlichungen/dunkeltherapie-erfahrungsbericht.html

    http://www.innerscience.info/de/academy/dreijaehriges-training-twt/projekte/136-saskia-john-dunkelheit.html

    http://youtu.be/MCx9tINmqcc

    Gastartikel im Blog über Kampfkünste

  2. Ulrich Just sagt:

    Liebe Frau Saskia John,

    Sie haben ja Erfahrung in der mehrtägigen DT gemacht. Was mich interessiert ist – wenn Sie die „Mikro-Variante“ für 30 Minuten oder 1-2 Stunden anwenden -, ob die kurze Erfahrung auch nützlich ist, bzw. ob es vielleicht ähnliche Wahrnehmungen, Einsichten etc. gibt, die Sie aus der DT kennen?
    Und/oder ob sich die MDT als eine Art „Auffrischung“, „Fortsetzung“ oder „Vorbereitung“ für die DT eignen könnte.

    (Ich habe ja erst [wenig Erfahrung] mit der MDT – bin aber – zwar auch ‚unangenehm‘- beeindruckt, weil ich durch die verbundenen Augen, im Gegensatz zur ’normalen‘ Mediation, ein intensiveres Erleben/Wahrnehmen habe.)

    Viele Grüße erst mal

    Ulrich Just

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