Was Meditation wirklich ist (What meditation really is – Mingyur Rinpoche)
[Quelle: What meditation really is – Mingyur Rinpoche from WhatMeditationReallyIs on Vimeo. http://vimeo.com/19563159; 30.11.2012]
Unterhaltsam, erfrischende Darstellung von Mingyur Rinpoche; u.a. über den Sinn und die Tücken, den „Geist /Verstand“ beim meditieren auf den Atmen zu richten….
und was man gar nicht erst versuchen braucht….
Was Meditation (auch) ist:
- Meditation ist, seinem Gehirn bei der Arbeit zuschauen
- Meditation ist die Kunst, im „Auge des Tornados der Gedanken, Gefühle und Empfindungen“ zu sein
kleine Anmerkung (kleiner Erfahrungsbericht)….
Der Geist (die Gedanken) als ungestümes, wildes Kind – statt ‘Affen-Geist’ “monkey mind”

NICHT auf den Bauch klicken !!!
Auch wenn Meditationslehrer den Geist bzw. das Denken die Metapher eines “Affen-Geist” (“monkey mind”) benutzen , um das pausenlose Reden der Gedanken zu verdeutlichen, hat dieses Bild vielleicht auch etwas ‘Abwertendes’ an sich. Etwas, das nicht erstrebenswert, störend ist und – zumindest während der Meditation – abgelegt werden ‘sollte’.
Als ich mir mal meinen Gedankenfluss ‘angeschaut’ habe und die Frage aus dem Focusing kam “Wie ist dieses ‘Gedanken-fließen’?”, kam mir das Bild eines Kindes auf einer Blumenwiese, das von Blume zu Blume sprang, dann einen Schmetterling sah, ihm hinterher rannte, dann wieder einen glitzernden Tautropfen auf einem Blatt entdeckte, usw.
Mein Geist, die Gedanken, erinnerten mich also mehr an ein wildes, ungestümes Kind, das voller Entdecker-Geist und Begeisterung die schönen und interessanten Dinge kennenlernen wollte. Und ich wollte – bzw. konnte auch nicht – dieses Kind beruhigen, es zum Hinsetzen bewegen; es war ‘zu wild’, ‘zu mächtig’. Das Lenken der Aufmerksamkeit auf den Atem oder den ‘Bodyscan’ kam mir eher wie ein Versuch vor, dieses freudige, forschende Kind mit etwas zu locken (den Atem), das das Kind nun überhaupt nicht interessiert, ja sogar langweilig findet.
Kein Wunder, dass die Aufmerksamkeit statt beim Atem zu bleiben oder den Körper zu ‘durchwandern’ nach wenigen Augenblicken wieder in irgendwelchen ‘Geschichten’ (Gedanken-Spielen, Phantasien) unterwegs war.
Durch die Ba-Mo-Meditation,
insbesondere die Beobachtung der ‘atemgeleiteten Mikro-Bewegungen’, konnte dieser “Kind-Geist” endlich das tun, was er sowieso gerne tut: spielerisch erkunden, was da gerade so passiert.
So ist die Meditation (Achtsamkeitspraxis) für mich kein ‘Umerziehen’, Dressieren oder gar Bekämpfen des “monkey mind” mehr, sondern eher wie eine gemeinsame Reise mit dem ‘wilden Kind’ in ‘die Welt des Inneren Friedens’ (Meditation).
Ein ausführlicheres Video über Meditation (auch in Englisch):
How Mindfulness Creates Understanding (The Buddhist TV)
Vokabeln zum Video:
drowsy = einschläfernd, schläfrig, schlaftrunken