Die Gewaltsteuer (ab Sommer 2013) ?

Die Gewaltsteuer (ab Sommer 2013)?

(Ein erster Rohentwurf  einer Utopie? ….)

“Gewaltsteuer” heißt, dass auf ‘Materialien’ und Medien, die körperliche und/oder psychische Gewalt herstellen, nutzen oder darstellen, Steuern (im Sinne einer Abgabe an den Staat) erhoben werden, die dann auch als Umsteuerungsinstrument für ‘gewaltfreie’ Projekte genutzt werden.

Gewalt (Definition)

Der Begriff “Gewalt” umfasst alle Handlungen und Äußerungen, die – im weitesten Sinne – darauf abzielen

Grenzen anderer OHNE Einwilligung zu überschreiten, sowohl körperlich oder psychisch, wobei die “Grenzüberschreitung” darin bestehen kann, dass sie

  • erniedrigt, abwertet
  • beschädigt, zerstört

Die “Gewaltsteuer” wird zunächst auf Materialien und Medien erhoben, die Gewalt als ‘(vermeintliches) Konfliktlösungsmittel’ darstellen, nutzen, produzieren und/oder verkaufen.

Materialien (Instrumente)

sind im Grunde alle Formen von Waffen (auch die “zur Verteidigung dienen” sollen)

Medien (Darstellung) sind hierbei:

  • Filme
  • Bücher
  • Audio-Materialien (z.B. Cds, Schallplatten, Hörspiele, Audiodateien via Internet)
  • Spiele (i.d.R. PC- bzw. Konsolen-Spiele)

Höhe, Verwendungszweck und Nutzen

Höhe

Die Gewaltsteuer beträgt (mindestens) 50% des Umsatzes, z.B. wenn eine Waffe für 500 000 € verkauft wird, beträgt die Gewaltsteuer 250 000 €.

Die Gewaltsteuer ist steuerlich NICHT absetzbar!!!

Verwendungszweck

Die Gewaltsteuer wird zu mindestens 50% genutzt, um Projekte zu finanzieren, die sowohl Mensch und Natur in Ihrer Entwicklung fördern:

  • sozial (Erziehung, Bildung,Pflege)
  • nachhaltig, aufbauend (Natur)
  • potenzial-fördernd (Kunst, Kreativität, gegenseitige Unterstützung) sind

Nutzen / Wirkung

Im Gegensatz zur “Reichensteuer”, bei der lediglich Kapital (Vermögen ab einer bestimmten Höhe) besteuert wird, hat die Gewaltsteuer ein ‘system-regulierendes’ und ‘gemeinwohl-förderndes’ Moment.

Durch die Erhebung / Belegung der Gewaltsteuer auf die genannten Materialien u. Medien wird

  • ein Bewusstsein geschaffen, wo und womit Gewalt angewendet, verkörpert oder gar idealisiert wird
  • zu einem Umdenken ‘eingeladen’*
  • durch die Umlenkung ( Verwendung der Steuereinnahmen) auf die genannten Projekte, wird ‘sanft’* eine gesunde, menschen- und naturwertschätzende Kultur aufgebaut.

* = Die Gewaltsteuer selbst ist ‘gewaltfrei, da sie nicht mit Verboten oder Bestrafung ‘arbeitet’. Das, was laut Rechtsprechung sowieso jetzt schon bzw. noch erlaubt ist (Materialien u. Medien) ‘darf auch so bleiben wie es ist.

Vergleichbar ist die Gewaltsteuer mit der Tabaksteuer.
Auch wenn Rauchen offiziell als gesundheitsschädlich eingestuft ist, gibt es kein Verbot der Herstellung, des Verkaufs und Gebrauchs – wie offiziell bei ‚harten‘ Drogen, z.B. Heroin.

 

Gewaltsteuer – eine Utopie?

Eine Utopie? Eigentlich nicht. Die Kriterien sind meist eindeutig, sowohl bezogen auf Materialien und Medien. Für die Medien gibt es ja bereits die Überprüfung nach dem Jugendschutzgesetz (?) – bekannt durch die Freigabe von Filmen (z.B. “Dieser Film ist für Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet”).
Die Benennung der gewaltvollen Medien kann also auch von der selben Institution übernommen werden. Zusätzlich könnten Bürgerinnen und Bürger entsprechende Medien dort melden.

Um den ‘gewaltsteuern-indizierten’ Anbietern, Herstellern etc. Gelegenheit einer Umstellung zu geben – schließlich werden ja 50% der Umsätze abgezogen – könnte die Gewaltsteuer als Stufenmodell eingeführt werden. Als Vorschlag sind 10% m.E. realistisch, damit die Gewaltsteuer schon im Sommer 2013 angewendet werden kann…

Soweit erstmal

Vielen Dank

Ulrich Just

PS Die Gewaltsteuer hat ’natürlich‘ auch mit der Balance-Systemsichen Entwicklung zu tun…

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