Hat die Psyche ein Vier-Jahreszeiten-Programm?

Hat die Psyche ein Vier-Jahreszeiten-Programm?

Könnte es sein, dass die Psyche sich in verschiedenen Phasen entwickelt oder in Zustände ‚eintreten‘ kann, die den Vier Jahreszeiten ähneln?

Die (vorläufige) Idee entstand aus der Beobachtung und Erzählung von Menschen mit Burnout bzw. Depressionen.
Bei beiden Zuständen reduziert (auch) der Körper seine Handlungsmöglichkeiten entweder über einen längeren Zeitraum bzw. geschah das schlagartig. Im konkreten Verhalten, gab es sowohl gesellschaftliche Rückzugstendenzen, aber auch „szenarische Entsprechungen„.

„Szenarische Entsprechungen“

Szenarische Entsprechungen heißt, dass ein Gleichklang zwischen äußerem Verhalten und innerem Befinden (Gefühle. Gedanke) hergestellt wird.
Beispiel: Ein Erzähler („Klient“, „Patient“) erzählte, dass er in einer depressiven Episode, sich in seine Wohnung zurückzog und alle Gardinen zuzog. Infolge war die Wohnung so dunkel, dass er „Tag und Nacht kaum unterscheiden“ konnte.

Bildlich, szenarisch wäre das eine „Winter-Phase„: Rückzug, den Stoffwechsel herunterfahren (Sozialkontakte und körperlich).
Mein Eindruck ist, dass der Körper (auch hier wieder mal) schlau und weise handelt. Im Gegensatz steht dazu leider ‚der Verstand‘ bzw. die Selbst- und Fremderwartungen, die ‚das Ganze verschlimmern‘.
Um das mit den Vier-Jahreszeiten zu vergleichen:
Während der Körper auf „Winter umschaltet“, sind die Selbst- und Fremderwartungen auf „Frühling bzw. Sommer getrimmt“, in denen „Frische, nach Außen streben, Aktivität, Austausch, Kontakt etc.“ im Vordergrund stehen.
Dieser Konflikt zwischen dem, was ist (Rückzug) und dem, was sein ’sollte‘, verschlimmert i.d.R. den Zustand.

Soweit erst mal…..

 

 Spenden /Beitrag zum Lebensunterhalt und für die Arbeit des FIP - Freie Institut Psychologie