Achtsamkeit – nur durch (MBSR-) Kurse?!

Achtsamkeit

– vielleicht ein Modebegriff auf dem ‚Psycho-Markt‘ – wird unter anderem in MBSR-Kursen verkauft (MBSR = Mindfulness Based Stress Reduction).

Achtsamkeit als „urteilsfreies Wahrnehmen, dessen was gerade ‚da ist‘ – Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen“ ist natürlich eine Fähigkeit, die keine starren Grenzen hat, bildlich: unendlich wie der Raum, der Sie umgibt.
Folglich müssen Sie sich auch nicht erst 30 Minuten hinsetzten, um Ihren Atem oder Ihren Körper zu spüren. Wenn Sie jetzt gerade wahrnehmen, wie z.B. Ihr Fuß den Boden berührt oder dass Sie gerade diese Buchstaben lesen – und das kurz registrieren mit einem „Aha- jetzt nehme ich XY wahr“ ist das bereits Achtsamkeit, oder was soll es sonst sein?!

Durch regelmäßiges Üben, kann man – wie bei Allem, was man übt, um es zu verfeinern – sich natürlich mehrere Minuten dafür Zeit nehmen, manche machen dies sogar mehrere Stunden oder gar Tage.

Zwischendurch ein bis zwei Atemzüge nutzen und wahrnehmen, was Sie spüren, hören, sehen, riechen, schmecken, ist dabei nicht weniger achtsam-sein als dies über einen längeren Zeitraum zu versuchen.

Der Unterschied – im besten Fall – in der ‚Menge‘ oder ‚Tiefe‘ (Feinheiten) liegen, was Sie dann wahrnehmen, aber Wahrnehmen bleibt Wahrnehmen bleibt Wahrnehmen….

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